Firmengründung – fünf wichtige Tipps

Grundsätzlich gilt – keine Firmengründung ohne Eigenkapital. Eine gute Idee, eine hohe Motivation – alles ideale Voraussetzungen für die Selbstständigkeit, doch der Traum des Existenzgründers scheitert oft am fehlenden Kapital. Doch auch hier können von den Start-Up-Unternehmen noch einige Ideen zur Finanzierung genutzt werden, um schließlich mit dem richtigen Geldgeber das eigene Unternehmen erfolgreich zu gründen.

Erfolgreiches Gründen leicht gemacht

Umso kapitalintensiver das Vorhaben, desto detaillierter sollte auch der Business-Plan ausgearbeitet sein. Neben dem Unternehmenszweck, den angebotenen Produkten und Services, beschreibt der Business-Plan auch die reale Finanzsituation des Unternehmens bzw. des potenziellen Unternehmers, wie auch die geplanten Finanzströme in den ersten Monaten oder Jahren der Geschäftstätigkeit. Einige Tipps zum Ausgleich von Finanzierungslücken beim Startkapital.

5 Tipps zur erfolgreichen Finanzierung

  1. Freunde und Familie am Unternehmen beteiligen. Jedoch sollten Haftungsansprüche, die in Schadensfällen von Dritten gegen die unwissenden Eigentümer geltend gemacht werden können, ausgeschlossen werden.
  2.  Venture Capital (Private Equity) Mit der Kapitalbeschaffung über Private Equity wird das Unternehmen in entsprechende Fonds aufgenommen. Für Start-ups mit guten Ideen und einem fundierten Business-Plan ist dieser Weg sicher eine Option. Das Venture Capital als eine Unterform der Private Equity ermöglicht professionellen Investoren eine direkte Beteiligung am neu gegründeten Unternehmen. Bereits in der Gründungs- und Frühphase des Unternehmens steht dem Gründer so wichtiges Eigenkapital zur Verfügung. Zu den drei wichtigsten Arten im Venture Capital Investment zählen
    •    die Business Angels und die sogenannten
    •    die Hightech Gründerfonds,
    •   Inkubatoren wie zum Beispiel die Firma Project A, an der die Otto Group Anteile hält oder die Maschmeyer-Group, an der Carsten Maschmeyer beteiligt ist.
  3. Family Office
    Als eine besondere Form der Business Angels beteiligten sich vermögende Familien auch an interessanten Neugründungen. Eine Finanzierungsform, die für den Unternehmer jedoch weniger einfach zu akquirieren ist.
  4. Die Crowd: Funding & Investing
    Die Crowd ist nicht neu, doch sie zu instrumentalisieren ist es schon. So finanziert die Crowd nun auch Existenzgründungen. Besondere Plattformen für das Crowd Funding/Investing sind bereits eingerichtet.
  5. Zuschüsse
    Sie sind oft nicht besonders hoch und mit einigen Einschränkungen versehen, wobei die Rückzahlungskonditionen oft ebenfalls unflexibel ausfallen. Doch sollten Zuschüsse vom Unternehmer nicht verschenkt werden. Der Gründerzuschuss und der Existenzgründungszuschuss sollten – trotz eventueller Formalitäten – nicht vergessen werden.

Nicht immer haben die Banken das letzte Wort

Auf das Eigenkapital des Unternehmens legen besonders die Banken und andere Geldgeber ihr Augenmerk. Gewünscht wird von Kapitalgebern natürlich eine möglichst hohe Eigenkapitalsubstanz im Startkapital. Das von nicht beteiligten Geldgebern eingebrachte Kapital stellt den Fremdkapitalanteil des Unternehmens dar: Dies sind Darlehen von Banken oder Institutionen, die für die Überlassung der Finanzmittel Zinsen vereinnahmen. Neben der Fremdkapitalbeschaffung stehen dem Jungunternehmer jedoch noch weitere und sogar oft weniger problematische und weniger teure Möglichkeiten der Finanzierung zur Verfügung. Diese zu kennen und zu nutzen – ist die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensgründung.

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