Schneckenplage im Garten – hilfreiche Tipps gegen die Vielfraße

Hobbygärtnern treibt es oft tiefe Zornesfalten auf die Stirn. Kaum ist im Gemüsegarten alles gerichtet und die ersten Pflanzen gedeihen, rücken ganze Scharen schleimiger Plagegeister dem jungen Grün zu Leibe. Der nächtliche Kahlfraß macht harte Arbeit zunichte! Hier erfahren Sie, wie Sie eine Schneckeninvasion vermeiden können.

Absammeln und feinkrümeliger Gartenboden helfen

Wenig erfolgreich zeigen sich die Resultate von Hausmitteln. Tipps gegen Schnecken wie Sägemehl, Bierfalle oder Kaffeesatz versagen auf Dauer. In der Praxis hat sich eine Kombination aus unterschiedlichen Mitteln gut bewährt.

Das mühevolle Einsammeln von Schnecken ist das bewährteste Mittel gegen die Plagegeister. Häufig ist es mit Schwierigkeiten verbunden. Nacktschnecken, wie beispielsweise die Spanische Wegschnecke, überwintern in Hohlräumen der oberen Bodenschichten. Sie legen dort ihre Eier ab. Das hat zur Folge, dass in milden Wintern die Gelege nicht ausfrieren. Jungtiere und Eier sind im Frühjahr so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Das Einsammeln ist unmöglich.

Wer die Beete schon ein bis zwei Wochen vor Saisonbeginn bearbeitet, sorgt für einen feinkrümeligen Boden. In pulverigem und gut abgesetztem Gartenboden fällt es den Schnecken schwer sich zu verstecken. Die unerwünschten Gäste ziehen dunkle und feuchte Verstecke vor. Um ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen, entfernen Sie auch Dachziegel, Bretter oder Säcke. So können Sie mögliche Verstecke beseitigen.

Zielgerichtet Eingreifen

Gießen Sie am frühen Morgen oder am frühen Nachmittag. Boden und Pflanzen sind dann zur Nacht wieder trocken. Das ist für Schnecken unbehaglich und sie verziehen sich. Weiterhin ist der Einsatz von speziellen Zäunen sinnvoll. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass die Schneckenzäune nicht vor den Kriechtieren schützen, die schon in den Beeten sind. Der sachgemäße Gebrauch von Schneckenkorn bringt hier schnelle Hilfe. Mittel mit dem Wirkstoff Metaldehyd lassen die Tiere ihren Schleim absondern. Zusätzlich werden die Schleimzellen zerstört. Nützlinge erleiden keinen Schaden. Solche Produkte sind biologisch abbaubar und belasten keine Bodenorganismen. Die beste Wirksamkeit des Schneckenkorns erzielen Sie mit einer gleichmäßigen Verteilung in den Beeten. Pro Quadratmeter sind 40 bis 50 Körner ausreichend.

Schneckenbekämpfung ist Fleißarbeit

Das perfekte Gartenglück, ohne lästige Invasion der schleimigen Plagegeister, erreichen Sie mit der Kombination von gezielten Maßnahmen. Etwas Fleiß, gepaart mit Hilfsmitteln, lässt Sie die Früchte Ihrer Arbeit sorgenfrei ernten und genießen!
Bildquelle: Simone – FotoliaSimilar Posts: