Elektroheizungen – alte Modelle sind oft Stromfresser

Elektroheizungen können der gesamten Wärmelieferung eines Hauses dienen oder flexibel als zusätzliche Wärmequelle eingesetzt werden. Man unterscheidet Direktheizkörper und elektrische Speicherheizungen. Außerdem werden Elektroheizungen für die Warmwasserbereitung verwendet.

Elektroheizung als permanent installierte Raumheizung

Elektrische Speicherheizkörper, die sich über das Stromnetz über Nacht aufladen und die Wärme tagsüber abgeben, sind nach wie vor verbreitet. Vorteile: Sie nutzen die günstigeren Nachtstromtarife. Auch haben Elektroheizungen geringe Installations- und Wartungskosten. Der Wärmespeicher wird in Schwachlastzeiten aufgeheizt.

Man kann Nachtspeicher Zentralheizungen und einzelne Nachtspeicheröfen verwenden. Ältere Modelle aus den 1980er Jahren und früher verbrauchen relativ viel Strom, neuere sind deutlich energiesparender. Abgesehen vom Stromverbrauch liegt einer der Hauptnachteile einer Nachtspeicherheizung in ihrer geringen Flexibilität bei der Temperatureinstellung. Zwar werden die Aufladezeiten bei modernen Geräten automatisch gesteuert, das heißt, in kalten Nächten erhöht sich die Ladezeit selbstständig, sodass der Wärmespeicher für den folgenden Tag ausreicht, doch die Heizkörper selbst lassen sich nicht abdrehen. Man kann die Wärmeabgabe also nicht selbstständig regulieren. Das kann dazu führen, dass sich die Heizung bei extremer Kälte zusätzlich mit teurem Tagstrom auflädt. Trotzdem verbraucht diese Wärmequelle viel Strom und ist nicht flexibel einsetzbar. Im Zuge der Energiewende wird immer wieder ein Verbot von Nachtspeicherheizungen diskutiert, sodass man bei diesem System nicht von einer Zukunftstechnologie sprechen kann. Auch wenn die Anschaffungskosten einer Elektroheizung gegenüber einer Pelletheizung beispielsweise um die Hälfte geringer sind, ist sie ökologisch wenig sinnvoll.

Elektrische Zusatzheizungen – nicht als Dauerlösung geeignet

Eine elektrisch betriebene Zusatzheizung im Winter macht dagegen Sinn und hat ein anderes Funktionsprinzip. Der Heizlüfter (Schnellheizer) verfügt über ein Gebläse, das die Wärme im Raum schnell verteilt. Insbesondere kleine Räume werden damit schnell warm, kühlen nach Abstellen des Gerätes aber auch sofort wieder aus. Doch bei gelegentlich genutzten Räumen fällt es kaum ins Gewicht, dass die Heizung über das Stromnetz betrieben wird. Heizstrahler und kleinere Infrarotheizungen sind zwar keine geeigneten Alternativen für die dauerhafte Beheizung von Wohnräumen. Sie sind aber nützlich, wenn man kurzfristig erhöhten Wärmebedarf hat. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man im Winter im sonst nicht geheizten Hobbyraum arbeiten möchte. Eine Infrarotheizung in Form von Wand- und Deckenstrahlern eignet sich als Zusatzheizung, wenn man im Kinderzimmer oder Bad bei der Versorgung eines Säuglings mehr Wärme braucht. Andere kompakte Zusatzgeräte sind Radiotoren oder Elektrokamine. Auch sie haben Nachteile: Stellt man sie ab, ist es sofort wieder kalt.

Heizen mit Strom – praktisch, aber wenig rentabel und ökologisch

Elektrisch betriebene Heizsysteme sind vergleichsweise teuer, auch wenn sie verbilligten Nachtstrom nutzen. Eindeutige Vorteile haben elektrische Heizungen aber durch geringen Platzbedarf und geringe Wartungskosten. Einzelne Elektroheizkörper wie Heizstrahler oder Ventilatoren sind leicht zu transportieren und eine gute Alternative, um Räume nach individuellem Bedarf ergänzend zu heizen.

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