Jeder kann Autor werden – so geht es

In der ursprünglichen Bedeutung ist Autor ein Synonym für den Verfasser eines beliebigen Textes, ohne dass Ansprüche an dessen Qualität zu stellen sind. Im heutigen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff Autor überwiegend auf die berufliche Schreibtätigkeit. Er ist ebenso wie die Berufsbezeichnung Schriftsteller nicht geschützt und kann somit von jedem verwendet werden.

Ab wann ist es sinnvoll, sich als Autor zu bezeichnen?

Unabhängig von der rechtlichen Erlaubnis macht es keinen Sinn, sich vor der ersten allgemein zugänglichen Veröffentlichung als Autor zu bezeichnen. Diese kann durchaus als E-Book beziehungsweise Book on Demand im Self-Publishing, möglich zum Beispiel auf www.tredition.de, oder in Anthologien erfolgen. Auch das Veröffentlichen des ersten Werkes in einem Zuschussverlag ist möglich. Verschiedene bekannte Schriftsteller betonen, dass sie sich erst nach ihrer ersten Buchveröffentlichung durch einen klassischen Verlag ohne eigene finanzielle Beteiligung öffentlich als Autor bezeichnet haben. Ihrer Definition gemäß umfasst die Frage, ob jemand Autor werden kann, eigentlich die Anfrage, ob die Fähigkeiten zur Veröffentlichung eines Buches ohne finanzielle Eigenleistungen ausreichen.

Welche Voraussetzungen benötigt ein guter Autor?

Nach landläufiger Meinung ist für die Tätigkeit als Autor vor allem Talent erforderlich. Schreibtalent erleichtert den Zugang zum beruflichen Schreiben, grundsätzlich lässt sich das Schreibhandwerk jedoch wie jedes Handwerk erlernen. Die Arbeit mit einem guten Schreibratgeber steht am Anfang der Autorentätigkeit. Ein guter Ratgeber zum literarischen Schreiben vermittelt nicht nur die Fähigkeit, literarische Stilmittel sinnvoll und in der angemessenen Dosis anzuwenden. Er zeigt vor allem, wie der Handlungsstrang eines Buches aufgebaut sein muss, um die Spannung zu halten. Ein wichtiges Instrument auf dem Weg zum Autor ist die Lektüre möglichst vieler verschiedener Bücher, wobei gerade schlecht geschriebene Werke die meisten Impulse für die eigene Schreibarbeit geben können. Es ist gut, die Manuskripte gegenlesen zu lassen. Auf diese Weise erhält der angehende Autor regelmäßig Feedback.

Das Durchhaltevermögen ist eine Schlüsselqualifikation

Die wichtigste Eigenschaft auf dem Weg zum Autor ist das Durchhaltevermögen. Viele Menschen haben Romananfänge verfasst und in ihrer Schublade – oder heute eher auf ihrer Festplatte – liegen und schaffen es nicht, das interessante Werk zu Ende zu schreiben. Das Durchhaltevermögen lässt sich ebenso wie Schreibtechniken trainieren, so dass die Romanfragmente aus der Schublade zu veröffentlichten Werken anwachsen können.

Bildquelle: Marcel Mooij – Fotolia



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