Als Berater arbeiten: Berufe im Überblick

Beratende Berufe erleichtern sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen die Orientierung in ihren speziellen Fachbereichen, so dass wichtige Entscheidungen auf der Grundlage der vom Berater erteilten Empfehlung getroffen werden. Mit der Beratungstätigkeit geht also eine große Verantwortung einher.

Verschiedene Zulassungsvorschriften

Die Bereiche Steuern, Finanzdienstleistungen und Unternehmensführung ergänzen sich optimal, auch wenn es einige Überschneidungen gibt. Allerdings sind die Zulassungsvoraussetzungen für die verschiedenen Berater sehr unterschiedlich geregelt. Müssen Steuerberater eine äußerst schwierige Prüfung ablegen, Mitglied in der Steuerberaterkammer werden und eine vorgeschriebene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen, um sich selbständig zu machen, reicht beim Unternehmensberater die Gewerbeanmeldung aus. Für Finanzberater gelten in der Zwischenzeit ebenfalls strengere Zulassungsvorschriften, allerdings hängen die konkreten Bedingungen vom genauen Tätigkeitsspektrum ab. Die Vermittlung von Versicherungen und Kapitalanlagen ist nur mit einer Zulassung nach den Vorgaben der Gewerbeordnung möglich, für Finanzierungen reicht die Gewerbeanmeldung. Allerdings müssen alle über geordnete finanzielle Verhältnisse verfügen und eine Haftpflichtversicherung nachweisen.

Verschiedene Beratungsfelder – große Verantwortung

Steuerberater befassen sich mit der optimalen Ausschöpfung der Steuergesetzgebung im Interesse ihrer Mandanten, der Finanz- und Lohnbuchhaltung und der qualifizierten Erstellung von Abschlüssen und Bilanzen. Die beratende Funktion bezieht sich auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte in Unternehmen, die optimale Vermögensbildung sowie Nachfolgeregelungen. Hier überschneiden sich die Beratungsfelder oft, denn Finanzberater werden ebenso gestaltend im Vermögensaufbau tätig, sind aber auch für die bedarfsgerechte Absicherung von Risiken zuständig, wie Sie z.B. hier sehen. Die Vermittlung passender Finanzierungen grenzt wiederum an die Tätigkeit der Unternehmensberater, in deren Geschäftsfeld die Beratung zur Gründung, Entwicklung und damit Finanzierung von Unternehmen fällt. Als externe Berater haften alle für die Richtigkeit und Umsetzbarkeit der von ihnen empfohlenen Maßnahmen, so dass bei Nachlässigkeiten, Unterlassungen oder Falschberatungen durchaus Schadenersatzansprüche fällig werden können. Die Absicherung über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist also schon im eigenen Interesse unerlässlich.

Beratende Berufe – hohe Anforderungen an Qualität und Fachwissen

Zwar unterscheiden sich die Voraussetzungen, um als Steuerberater, Unternehmensberater oder Finanzberater tätig zu werden, aber alle beratenden Berufe eint die große Verantwortung, die sie mit ihrer Tätigkeit übernehmen. Sie geben wichtige Empfehlungen, die Unternehmen oder Privatpersonen in ihren Entscheidungen leiten, und müssen für die Folgen die Verantwortung tragen. Diese Herausforderungen lassen sich nur mit ausgesprochenem Fachwissen meistern.

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