Recht: Wie erstellt man ein Behindertentestament?

Um eine letztwillige Verfügung richtig zu verfassen gibt es einige Punkte zu beachten damit hinterher juristisch nichts schief gehen kann.Es ist im Endeffekt eine traurige Sache, aber gerade die Eltern von behinderten Kindern sollten ein Behindertentestament erstellen, damit die Kinder beim plötzlichen Tod der Eltern die volle staatliche Unterstützung erhalten. Das vererbte Vermögen muss hierbei nicht eingesetzt werden, somit handelt es sich dabei um eine Nacherbschaft bei gleichzeitiger Testamentsvollstreckung. So viel zum juristischen Aspekt, aber man sollte auf jeden Fall eine Rechtsberatung aufsuchen, sollte man ein Behindertentestament erstellen wollen.Denn um solch eine letztwillige Verfügung richtig zu verfassen gibt es einige Punkte zu beachten und hierbei kann die Rechtsberatung helfen, damit hinterher juristisch nichts schief gehen kann.

Warum ein Testament?

Viele Menschen mit Behinderungen beziehen nämlich Sozialleistungen vom Staat und als Begünstigte einer Erbschaft könnte das Erbe dem Sozialleistungsträger anheim fallen. Ein Behindertentestament zu erstellen hilft genau dagegen und die Rechtsberatung kann einen auf solche Sachen sofort aufmerksam machen. Der Sozialleistungsträger kann somit nicht auf diesen Nachlass zugreifen, der begünstigte Erbe aber schon. Jedoch muss dafür auch noch zusätzlich ein Testamentsvollstrecker gewählt werden. Es muss rechtlich vorher festgelegt werden, in welchem Umfang der Testamentsvollstrecker Zugriff auf das Erbe des Behinderten hat. Es müssen verschiedene Anlässe und Gelegenheiten schriftlich festgesetzt werden, wann der Testamentsvollstrecker dem Behinderten etwas von seinem Erbe zukommen lässt und natürlich in welcher Höhe. Handelt es sich bei dem Behinderten noch um ein Kind, muss jemand die Vormundschaft übernehmen. Das können Verwandte sein, Freunde der Familie, Menschen die sich freiwillig um solch ein Kind kümmern möchten, oder auch der Staat.

Wie man ein Testament erstellt

Beim erstellen eines Behindertentestaments muss jemand für die Vormundschaft genannt werden, wobei die Rechtsberatung behilflich ist. Wird niemand benannt, entscheidet das Vormundschaftsgericht. Und meist handelt es sich hierbei dann um das zuständige Jugendamt. Aber es kann auch noch nachträglich jemand als Vormund gewählt werden, doch dieser muss erst genau geprüft werden und vor Gericht vorstellig werden. Beim erstellen eines Behindertentestaments wird einem die Rechtsberatung aber empfehlen, schon vorher einen potentiellen Vormund auszuwählen, um sich den Papierkrieg hinterher zu sparen. Ein Behindertentestament zu erstellen schützt das Erbe des Behinderten, selbst wenn es sich hierbei noch um ein Kind handelt. Und genau deswegen ist es so wichtig hier eine Rechtsberatung zu konsultieren, denn sie beachtet jeglichen gesetzlichen Aspekt und beim plötzlichen Tod der Eltern funktioniert alles reibungslos. Das Wort Testament verbindet man immer mit Tod, doch es ist ein rechtlicher Schutz, den man unbedingt wahrnehmen sollte. Gerade behinderte Menschen, die sich nicht wehren können, müssen geschützt werden, auch wenn die Sozialeistungsträger hier gerne einen Verstoß sehen. Deswegen ist es ratsam ein Behindertentestament mit Hilfe einer Rechtsberatung zu erstellen um ganz sicher zu sein.

Bild (c) Grischa Georgiew – Fotolia

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